Unabhängiger Ratgeber für Eltern rund ums Lesen mit Kindern. Keine Schule und keine Kita; wir verkaufen keine Bücher oder Kurse und stellen keine Diagnosen; keine Verbindung zur früheren Website unter dieser Domain.
Ressourcen
Hilfreiche Ressourcen
Damit Ihr Kind Bücher lieben lernt, müssen Sie keinen ganzen Laden leer kaufen. Viel wichtiger ist, dass Bücher in der Nähe sind, wechseln und besprochen werden. In diesem Bereich stellen wir Arten von Ressourcen vor, die fast jeder Familie zur Verfügung stehen: von der Kinderbibliothek im Viertel bis zum Regal im Kinderzimmer und dem Tausch mit Freunden. Konkrete Namen und Adressen nennen wir nicht – suchen Sie, was für Sie gut erreichbar ist.
Ein Kind, das Erwachsene lesen sieht, lernt das Wichtigste: Ein Buch ist etwas, das man aus freien Stücken wählt.
— Aus der Redaktion
So ist dieser Bereich aufgebaut: Wir beschreiben Arten von Ressourcen – Bibliotheken, Bücherregale zu Hause, gemeinsame Lesungen, Hörbücher, Büchertausch und die Hilfe von Fachleuten – und erklären, wozu jede gut ist. Wir nennen keine Einrichtungen, Verlage oder Dienste und empfehlen nichts gegen Bezahlung.
Arten von Ressourcen
Sechs Arten von Ressourcen, auf die Sie sich beim Lesen in der Familie stützen können.
Kinderbibliothek
In der Kinderbibliothek können Sie Bücher ausleihen, die Sie nicht kaufen möchten, neue Themen ausprobieren und mit Bibliothekarinnen und Bibliothekaren sprechen, die Kinderbücher gut kennen. Schon der Weg dorthin wird zu einem kleinen Ereignis.
Stellen Sie Kinderbücher niedrig und mit dem Cover nach vorn auf, damit Ihr Kind selbst herankommt und auswählen kann. Stellen Sie die Bücher ab und zu um und räumen Sie einen Teil für eine Weile weg: Ein zurückgekehrtes Buch wirkt wie neu.
Viele Bibliotheken bieten Vorlesestunden, Gesprächsrunden über Bücher und kleine Bücherwerkstätten an. Für Ihr Kind ist es wertvoll zu erleben, dass man über ein Buch nicht nur mit Mama oder Papa, sondern auch mit anderen Kindern sprechen kann.
Ein Hörbuch ist praktisch unterwegs, beim Malen oder wenn der Erwachsene müde ist. Hören Sie gemeinsam und sprechen Sie über das Gehörte, aber ersetzen Sie damit nicht das lebendige Vorlesen, bei dem man anhalten und ein Bild betrachten kann.
Verabreden Sie mit Freunden, Nachbarn oder Eltern aus der Kita-Gruppe, Bücher zu tauschen, aus denen die Kinder herausgewachsen sind. So erneuert sich das Regal ohne große Ausgaben, und Ihr Kind erfährt, dass ein Buch mehrere glückliche Besitzer haben kann.
Wenn Sie sich wegen der Sprache Ihres Kindes Sorgen machen, es ähnliche Laute verwechselt oder das Lesen starken Widerstand auslöst, sprechen Sie mit der Kita, der Lehrkraft oder einer Logopädin oder einem Logopäden. Eine Fachkraft sieht das Gesamtbild und kann Ihnen sagen, wie Sie helfen können.
Beginnen Sie bei den Interessen: Autos, Tiere, Prinzessinnen oder Baustellen – jedes Thema ist gut, wenn Ihr Kind mit leuchtenden Augen zuhört.
Blättern Sie das Buch vor dem Kauf oder der Ausleihe durch: Passen die Bilder, steht nicht zu viel Text auf einer Seite, gefällt Ihnen selbst die Sprache?
Zum Vorlesen dürfen die Geschichten anspruchsvoller sein als zum Selberlesen: Beim Zuhören versteht ein Kind mehr, als es selbst lesen kann.
Für die ersten eigenen Leseversuche wählen Sie große Schrift, kurze Zeilen und einfache, vertraute Wörter.
Achten Sie auf den Ton des Buches: Es sollte keine Herabsetzung, keine Grobheit und keine beängstigenden Szenen enthalten, für die Ihr Kind noch nicht bereit ist.
Lassen Sie Ihrem Kind das Recht, ein Buch, das ihm nicht gefällt, wegzulegen und irgendwann später darauf zurückzukommen.
Einfache Erklärungen zu Lauten und Buchstaben, zum Lesen und dazu, wie ein Kinderbuch aufgebaut ist.
Quellen
Empfehlungen von Kinderbibliotheken zum Lesen in der Familie (allgemein)
Redaktionelle Inhalte des Ratgebers All For Children
Die Tipps in diesem Ratgeber sind allgemein gehalten und stützen sich auf pädagogische Materialien für Eltern sowie auf Empfehlungen von Kinderbibliotheken zum Lesen in der Familie. Jedes Kind findet auf seinem eigenen Weg und in seinem eigenen Tempo zum Buch. Achten Sie daher auf die Interessen und die Stimmung Ihres Kindes, und besprechen Sie Fragen zu Sprache und Lesen mit einer pädagogischen Fachkraft oder mit einer Logopädin oder einem Logopäden.